Eine Jugendriege bereitet sich vor

Seel. Jugendturntage in Studen, 14./15.6.2008
(Von Ulrike Schmidt, 16.06.2008)


Es war wieder so weit. Genau wie 1100 Kinder und Jugendliche, trat auch die Riege des TV Ins am Samstag in Studen im Einzelwettkampf in die Startlöcher. Auch für Sonntag ist die Konkurrenz gross, denn 2200 gemeldete Turner in der Mannschaftswertung machen es nicht leicht. Ob es diesmal langen würde für einen Platz auf dem Treppchen? Bereits im Vorjahr war es - wie auch 2004 leider - in der Mannschaft lediglich der "undankbare" vierte Rang. Doch man ging zuversichtlich in die Wettkampftage.

Erfahrene Coachs
Geleitet wir die Jugendturnriege von der gebürtigen Subergerin Regula Reusser, die selbst als Kind den klassischen Werdegang über Mutter-Kind- und Kinderturnen in Grossaffoltern gegangen ist. Nach Schule, Haushaltsjahr und Ausbildung zur Haus-pflegerin arbeitet sie heute in der Spitex-pflege, hat aber auch sonst noch genug zu tun: Die zweijährige Tochter Elena und der kleine Janis mit knapp fünf Monaten halten Mama zu Hause auf Trapp. In der Turnhalle tun dies insgesamt 35 Teilnehmer im Geräte-bereich, in dem gleich zwei Programme einstudiert wurden. Die Mittelstufe hat in der Gymnastik 11 Turner mitgebracht und im Bereich Team-Aerobic wurden 14 Teil-nehmerinnern im Alter zwischen 14 und 15 Jahren gemeldet. Insgesamt hat die Jugend-riege Ins 65 Turnerinnen und Turner gemel-det, die von insgesamt 12 Leitern- und Beglei-tern betreut werden. Dann trainiert die All-rounderin selbst noch 16 Jugendliche der Mittel- und Unterstufe und steht rund ein bis zweimal pro Woche in der Halle. Zum Jahresende hat Regula Reusser Ihren Vorstandsposten im Bereich Technik Jugend an Ihren Nachfolger Werner Hubacher abge-geben. Doch statt kürzer zu treten, hat die 37 jährige die Leitung im Bereich Gymnastik Aktive übernommen. Dreimal wöchentlich wird also in Ins ganz fleissig geschafft und der polysportive Bereich des Turnens in die Tat umgesetzt. Dass war nicht immer so: Zu Anfang leitete man mit sieben Teil-nehmern; dann kam es 2003 zur Fusion des DTV Ins mit dem Turnverein und so kann heute als gemischte Jugendriege zu Wett-kämpfen angetreten werden.

Leiter haben Vorbildcharakter
Das allerwichtigste, so bestätigten die beiden Mitglieder des Technik-Vorstandes aus Ins, ist "die Kinder von der Strasse zu nehmen und Langeweile zu verhindern." Die Zusammen-arbeit im Verein stimmt, man schafft es die Jugendlichen "vorwärts" zu bringen und die Freude der Kinder beim Training und der Wettkämpfen zu sehen, ist der eigentliche Lohn. Die "Lebenslehre: Man kann was erreichen, wenn man dran arbeitet" wird hautnah vermittelt. Auch der Rückhalt bei den Eltern stimmt, und so kommt es nicht von ungefähr, dass hier der Breitensport auf so hohem Niveau erlebt werden kann.

Jugendturntag ist Höhepunkt im Jahr
In Ins hat man zur Teambildung eine Art "Sportwoche" eingeführt, die die Kinder auf den Jugitag einstimmen soll. Auch Patrik Reusser unterstützt seine Frau und so kam es zur Idee die Ferienwoche im April zu nutzen, um eine mehrtätiges Trainingsprogramm mit Ausflug zu gestalten. Der spielerische Plausch als Belohnung stand nach zwei anstrengenden Trainingseinheiten auf dem Programm und hat sicherlich zur Teambildung beigetragen.

Wie sieht es mit dem Nachwuchs aus?
Nicht nur Regula Reusser, die sich selbst eine gewisse "Strenge" zuschreibt, ohne die sie "untergehen" würde - auch Werner Hubacher haben die Erfahrung gemacht, dass der Vor-bildcharakter des Leiters das Eigentliche ist, "was es ausmacht". So, wie die Bereitschaft vorgelebt wird, etwas "tun zu wollen", kann das auch später von den Kindern und Jugend-lichen erwartet werden. Also ist es fast immer so, dass die nachrückenden Leiterinnen und Leiter ebenfalls aus den "eigenen Reihen" - meist aus den Geräteriegen kommen. In Ins kann man auf längere Erfahrungen zurück-greifen. So werden bereits die motivierten Neunt-Klässler für Gymnastik oder Team-Aerobic mit eingesetzt. Zu diesem Zweck hat man eine Art Checkliste entwickelt, die die Vorbildfunktion des jeweiligen Leiters unter-streicht, und für diese ein wichtiger Anhalts-punkt ist, auch in die Führungsfunktion hineinwachsen zu können.

Harte Arbeit wurde belohnt
Alle Anstrengungen haben sich also gelohnt, denn bei der Rangverkündigung am Sonntag Nachmittag konnte im Bereich des dreiteiligen Vereinswettkampfes bestehend aus Vier-athlon, Team-Aerobik und Gymnastik Kleinfeld der dritte Rang erkämpft werden. Auch in der Einzelwertung gab es einen zweiten Platz für Mika Liechti im Leicht-athletikwettkampf. Den dritten Rang verzeichnete ebenfalls Raphael Weber in der Kategorie J+S und bei den Mädchen ereichte Michelle Weber im Bereich Leichtathletik ebenfalls den dritten Platz.

Ulrike Schmidt
Quelle: Bieler Tagblatt,www.bielertagblatt.ch


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