Mystery-Rafting

Turnerreise River-Rafting und Mystery Park, 17.8.2003
(Von Kitty Meer und Thumi Schwab, 21.11.2003)

Für die diesjährige Turnerreise vom 16.08. + 17.08.2003 ins Berner Oberland starteten wir am Samstagmittag. Wir trafen uns in Boltigen bei Swiss Adventures. Metzler Dänu und Rytz Marcel sattelten den Yamaha Virago und Regula, Pädu, Yvi, Patrick, Thumi und Kitty flitzten by car ins Simmental.

"Hi Guys, how're ya doing" wurden wir begrüsst... eigentlich waren wir auf ein breites berndeutsches "Tschou zäme" gefasst... Where are you from? Mir si us dr Schwiiz, us Bääärn! Das ganze Personal schien hier Englisch zu sprechen und nun mussten wir ungewollt unsere besten Englischkenntnisse hervorkramen. Notabene bi üs im Kanton Bärn! Von unseren Guids wurden wir aufgeklärt, dass hier die meisten Kunden aus dem Ausland stammen.

Nach einer kurzen Einführung und der Unterschrift, die Swiss Adventures von jeglicher Haftung entbindet, stürzten wir uns bereits in die Neopren-Anzüge. Das gab einiges zu Lachen. Wir packten unser Boot und auf ging's, Richtung Simme: Trockentraining unter Kommando unserer neuseeländischen Führerin. Right forward, Left back, Go Team… natürlich wieder in anglais. Endlich eingewassert, ging's los in Richtung Erlenbach. Als erstes übten wir die auf dem Trockenen gelernten Kommandos auch noch im ruhigen Wasser.

Die ersten 10 Minuten waren harmlos und glichen eher einer romantischen Gondola-Fahrt in Venedig; fehlte nur noch, dass unser Lady-Guide "o sole mio" zu singen angefangen hätte. Doch dann bekam die Simme mehr Gefälle, das Wasser wurde demzufolge ruppiger und schneller. Mit grossem Juhui und Hallo ging's über die erste Stromschnelle, die den Beast-Part der Simme ankündigte. Ein paar Mal drang gar Wasser in unser Boot ein und einmal knallten wir gegen einen Felsen, Bug voraus...

Leider litten diesen Sommer bekanntlich alle Bäche und Flüsse an Wassermangel, was auch uns traf. Wir mussten einmal sogar aussteigen, um das auf den Steinen festgefahrene Schlauchboot über eine Strecke zu tragen. Beim darauffolgenden Wiedereinstieg folgte unerwartet eine Untiefe, so dass jemand nicht mehr aus eigenen Kräften ins Boot zurück fand... (Merci Rytz). Piraterie war an der Tagesordnung. Kein anderes Boot kam an uns vorbei ohne eine gehörige Dusche von unseren Paddeln abbekommen zu haben. Nach der zweistündigen Fahrt hiess es aber dann bereits wieder ausbooten in Erlenbach.

Nach dem Rücktransfer mit dem Bus nach Boltigen, Desinfizierung der Neopren-Bekleidung und gestaffelter Dusche, schlemmten wir heisshungrig einen Imbiss. Märsu und Dänu wollten noch vor dem sich ankündigenden Gewitter trocken ins Seeland fahren und machten sich darum auf den Weg. Wir bezogen unseren Schlag und gingen auch schon bald ins Apéro und Nachtessen.

Danach wurde extra für den Turnverein Ins die Bar geöffnet. Das Rafting lag uns doch mehr in den Knochen als jeder wahrhaben wollte und so hiess es schon bald "go Chüssi lose".

Die ganze Nacht hatte es wie aus Kübeln gegossen, doch am Sonntag herrschte eitel schönster Sonnenschein. Frisch und munter und gestärkt vom Frühstück fuhr eine mysteriöse Gruppe mysteriös in den Mystery Park Interlaken. Alle wurden mit hochmodernen Kopfhörern mit einem blinkenden schwarzen Kästli ausgestattet und dann hiess es: Ja, hallo... Erich v. D. Die Stimme des Gründers und Gedankenvaters des Parks begleitete uns fortan durch die ganze Ausstellung. Interessiert besuchten wir alle der sieben Themen Pavillions: Vimana, Orient, Maya, MegaStones, Contact, Nazca, Challenge. Es wurden viele Fragen aufgeworfen. Im Grossen und Ganzen gab es kaum Antworten auf die Phänomene. Das meiste waren Erklärungsversuche über Wunder die bis heute nicht wissenschaftlich belegt werden konnten. So ergeben sich im Kopfe des Besuchers immer mehr Fragezeichen und die Hirnmasse kommt in Bewegung. Kurzweilig, interessant, gut in Szene gesetzt und organisiert, übersichtlich..... ein lohnenswertes Ausflugsziel. Nachdem wir jeden einzelnen Pavillon abgeklappert hatten machte sich die Müdigkeit breit. Darum nahmen wir den Heimweg unter die Räder. Müde und glücklich zuhause angelangt ging ein schönes Weekend zu Ende. Merci Yvi für die Organisation von diesem fägigen Ausflug.



Kitty und Thumi

 

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